Pressemitteilungen der Stadtratsfraktion

Fraktion: Bürgerhaus Hechtsheim, CDU kritisiert Verwaltung

Die CDU-Stadtratsfraktion zeigt sich verwundert darüber, dass das Bürgerhaus Hechtsheim zum 1. Januar 2016 bzw. nach Fastnacht geschlossen wird. „Wir sind vollkommen überrascht von dieser plötzlichen Entscheidung. Die Leidtragenden dieser schlechten Nachricht sind die vielen Vereine, die das Haus regelmäßig nutzen, sowie die Bürgerinnen und Bürger“, erklären der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig, der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Wolfgang Reichel sowie das Hechtsheimer CDU-Stadtratsmitglied Klaus Hafner. Bislang sei man davon ausgegangen, dass das Bürgerhaus noch mindestens die nächsten zwei Jahre geöffnet bleibe und weiterhin für Veranstaltungen zur Verfügung stehe. Aus diesem Grund habe die Stadt ja auch zuletzt noch einmal in das Haus investiert.
Die Aussagen der Verwaltung, insbesondere von Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte, zu diesem Thema seien nicht nachvollziehbar.

„Wenn, wie Herr Sitte sagt, der schlechte Zustand des Bürgerhauses schon lange bekannt war, warum hat man denn nicht gehandelt, um den Weiterbetrieb zu gewährleisten. Und warum war bisher nie die Rede davon, dass das Bürgerhaus so schnell geschlossen werden könnte“, fragen Schönig und Reichel. Auch stelle sich die Frage, warum der Hechtsheimer Ortsvorsteher Franz Jung und die direkt Betroffenen nicht frühzeitig über die Situation informiert wurden und mehr oder weniger zufällig von den Schließungsplänen erfahren haben. „So geht  man weder mit einem direkt gewählten Ortsvorsteher noch mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern um. Genau wie beim Thema Weihnachtsmarkt im letzten Jahr zeigt sich auch beim Hechtsheimer Bürgerhaus, dass Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte offensichtlich überhaupt kein Gespür für die berechtigten Interessen und Belange der Vereine hat“, kritisieren die beiden CDU-Stadträte. Und dass Finanzdezernent Günter Beck offenbar erst kurzfristig und ohne Vorwarnung von der Schließung schon Anfang 2016 erfahren habe, zeige einmal mehr, dass die Kommunikation innerhalb des Stadtvorstands alles andere als optimal laufe.

Die CDU erwarte, dass die Verwaltung und Mainz Citymarketing ihre Zusagen  in dieser Frage auch tatsächlich einhalten. „Benötigt werden jetzt adäquate Lösungen für die betroffenen Vereine und die Nutzer des Hauses. Wir nehmen die Dezernenten Christopher Sitte und Günter Beck beim Wort und werden das Vorgehen genau beobachten“, betont Hafner.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Hechtsheimer Ortsvorsteher Franz Jung einen Vorschlag für den Standort eines neuen Bürgerhauses unterbreitet. „Es wäre schön, wenn dieser sehr realistische und gute Plan jetzt von der Verwaltung zügig aufgenommen und eine Umsetzung ernsthaft erwogen wird. In jedem Fall erwarten wir aber von der Verwaltung, dass der Hechtsheimer Ortsvorsteher beim weiteren Vorgehen frühzeitig informiert und eingebunden wird, und auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden“, sagen Hannsgeorg Schönig, Wolfgang Reichel und Klaus Hafner.