Pressemitteilungen der Fraktion 2017

Fraktion: 4. IGS: Permanente Wasserstandsmeldungen nicht hilfreich - Verwaltung agiert nach dem Prinzip Hoffnung

Die CDU-Stadtratsfraktion kritisiert die aktuellen Äußerungen von Schuldezernent Kurt Merkator (SPD) zum Thema 4. Integrierte Gesamtschule (IGS). „Die permanenten Wasserstandsmeldungen von Seiten der Verwaltung helfen in dieser Frage nicht weiter und sind kontraproduktiv. Was wir vielmehr brauchen, sind Klarheit und verlässliche Aussagen“, erklärt der schulpolitische Sprecher Norbert Solbach. Dies gelte gerade auch für die bestehenden Realschulen plus. Erst vor kurzem hatte Merkator erklärt, dass alle derzeitigen Standorte auch zukünftig als Realschulen plus benötigt würden. Jetzt höre man plötzlich, dass sich die SPD eine Umwandlung der bestehenden Realschule plus Mombach/Budenheim in einer 4. IGS vorstellen könne. Eine verlässliche Schulpolitik sehe in jedem Fall anders aus.


Angesichts der Tatsache, dass in den vergangenen fünf Jahren nur ein einziges Mal in Mainz die vom Land Rheinland-Pfalz für die Gründung einer weiteren IGS vorgegebenen Auflagen, wonach mindestens 30 Prozent der angemeldeten Schülerinnen und Schüler aus der Leistungsgruppe 1 kommen müssen, erfüllt wurden, regiere bei Herrn Merkator und der Verwaltung offensichtlich das Prinzip Hoffnung.Die CDU habe in den letzten Monaten und Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass die formalen Voraussetzungen für eine Neuerrichtung einer IGS in Mainz nicht gegeben seien. Es deute wenig darauf hin, dass sich an dieser Tatsache schnell etwas ändern werde.
Die CDU sei zudem verwundert über den aktuellen Vorschlag, eine 4. IGS auf zwei Standorte, nämlich Mombach und Budenheim, zu verteilen. Schließlich habe die Verwaltung in letzter Zeit bei Schulprojekten eindeutig eine Konzentration auf nur einen Standort präferiert und sich dafür stark gemacht. Als Beispiel könne etwa die Diskussion über die BBS II genannt werden. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Verwaltung jetzt plötzlich von dieser Linie abweiche.  
„Für uns steht jedenfalls fest: die Schülerinnen und Schüler, die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer brauchen eine verlässliche Schulpolitik und erwarten Klarheit statt Wasserstandsmeldungen. Genau so sollten Kurt Merkator und die Verwaltung agieren“, sagt Norbert Solbach.