‚Aus‘ für Deponie im Steinbruch Laubenheim

13.04.2022

CDU begrüßt die Beendigung des Projekts und fordert Alternativen ernsthaft zu prüfen

Wie die Stadt mitteilte, wird es im Steinbruch Laubenheim nun doch keine Deponie geben,
da sich die Rahmenbedingungen geändert hätten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende
Hannsgeorg Schönig begrüßt diesen Schritt. „Die CDU hatte das Projekt nur mit großen
Bedenken mitgetragen, da es nicht unumstritten war, aber für die CDU die Entsorgungssicherheit auch ein wesentliches Argument darstellt“, erklärt Schönig. Immer wieder seien
kritische Stimmen laut geworden, insbesondere im Hinblick auf die bestehende und
zukünftige Wohnbebauung in der Nachbarschaft. Diese Bedenken habe die Stadt nie
ausräumen können.
Auch der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Gerster zeigt sich zufrieden, dass es keine
Deponie in Laubenheim geben soll. „Die Stadt hat sich mit dem Projekt verrannt“, so
Gerster. Im Hinblick auf die Schadstoffbelastung der Hochbrücke und die Ausweitung der
Entsorgungskapazitäten in der Deponie in Wiesbaden sei der Stopp des Vorhabens nur
folgerichtig. „Die CDU ist froh, dass die Entsorgungssituation regional gesichert ist“, sagt
Gerster. Jetzt könnten Alternativen, die zunächst vorschnell abgelehnt worden waren,
ernsthaft geprüft werden. Beispielsweise sei hier der Vorschlag eines Badesees zu
nennen. Das ursprüngliche Argument, dass ein Badesee aus Sicht des Grundwasserschutzes nicht umsetzbar sei, klinge wenig überzeugend. Schließlich werde in der Region
rund um die Gemeinde Eich bei Worms trotz vieler Badeseen in der Nähe Trinkwasser
gefördert – auch durch die Mainzer Stadtwerke. „Es ist zwar ärgerlich, dass für die
Planungen der Deponie bereits Geld ausgegeben wurde, aber nun ergeben sich neue
Möglichkeiten für die Stadt Mainz und für die Bürgerinnen und Bürger von Laubenheim,
Hechtsheim und Weisenau“, so Gerster abschließend.