CDU fordert mehr Flexibilität beim Impfen

16.04.2021
Pressemitteilung der Fraktion

Über 60-Jährige sollen sich abends auch ohne Anmeldung impfen lassen können

Der Impfstoff von AstraZeneca bleibt in vielen Impfzentren liegen. Während die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) Entwarnung für den Impfstoff gegeben hat, sind die Vorbehalte in der Bevölkerung noch immer groß. „Wir hören immer wieder, dass Impftermine nicht wahrgenommen werden und der Impfstoff in der Folge liegen bleibt“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig. Diesem Problem müsse durch eine unkomplizierte Organisation entgegengewirkt werden.

Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich wird oft damit konfrontiert, dass die verabreichten Impfstoffmengen an vielen Stellen überschaubar seien. Bei diesem Thema sieht sie das Land in der Pflicht. „Andere Bundesländer gehen beim Impfen deutlich besser und flexibler vor als Rheinland-Pfalz“, so Groden-Kranich. In Nordrhein-Westfalen und Berlin können sich beispielsweise Personen über 60 ab einer bestimmten Uhrzeit unangemeldet in den Impfzentren mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen. So würden keine Impfdosen liegen bleiben. „Rheinland-Pfalz muss es diesen Ländern gleich tun, die eine andere Dynamik beim Impfen an den Tag legen“, sagt Groden-Kranich. Sie fordert deshalb die Stadt Mainz auf, sich beim Land Rheinland-Pfalz für eine unbürokratische und bürgerfreundliche Impfstrategie einzusetzen und es den Bürgerinnen und Bürgern über 60 ebenfalls zu ermöglichen, sich abends unangemeldet in den Impfzentren impfen zu lassen. „Wenn sich das Land außer Stande sieht so etwas zu organisieren, bin ich davon überzeugt, dass es genügend Hausärzte gibt, die hier einspringen könnten“, so Groden-Kranich abschließend.