CDU: Überfüllte Schulbusse gefährden unsere Kinder

31.08.2020
Pressemitteilung der Fraktion

Die Schulzeiten zu entzerren, wäre gesundheitspolitisch und ökologisch sinnvoll

Mit großer Sorge blickt die CDU-Stadtratsfraktion auf die aktuelle Situation in Mainzer Schulbussen. Gerade in den letzten Tagen war nicht nur zu sehen, sondern auch von besorgten Eltern zu hören, dass die Kinder teilweise dicht gedrängt in den Gängen gestanden haben. „Solange die Corona-Pandemie noch andauert, muss alles daran gesetzt werden die Infektionszahlen zu minimieren“, so Hannsgeorg Schönig, der Fraktionsvorsitzende der CDU. Überfüllte Schulbusse bergen hingegen ein hohes Infektionsrisiko, was eine Gefahr für alle Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige in den Bussen darstelle.

„Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass auch die Stadt das Problem erkannt habe“, so Sabine Flegel, die Kreisvorsitzende der CDU. Dass die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) während der Corona-Krise hohe Defizite zu verzeichnen hatte, dürfe jedoch nicht aus dem Blick verloren werden. Weitere Schulbusse einzusetzen, wäre mit hohen Kosten verbunden. „Das Schuldezernat sollte deshalb zusätzlich prüfen, ob die Schulzeiten entzerrt werden können“, fordert Flegel. Würde der Schulbeginn versetzt getaktet, könnten sich die Schülerinnen und Schüler automatisch auf mehr Busse verteilen. Somit könnten die Abstandregelungen eher eingehalten werden. Eine Entzerrung des Schulbeginns hätte darüber hinaus noch zwei weitere positive Effekte zur Folge. „Zum einen würden auch wieder mehr Berufstätige in den Bus einsteigen und nicht mehr mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren, zum anderen würde der Hol- und Bringverkehr vor Schulen zu den Stoßzeiten abnehmen und somit zu weniger Staus führen“, erklärt Flegel. Ein solcher Schritt wäre also nicht nur aus gesundheitspolitischer, sondern auch aus ökologischer Sicht äußerst sinnvoll.

Auch Schönig sieht in dieser Sache Handlungsbedarf. „Im Herbst werden bei schlechter Witterung wieder mehr Kinder auf die Schulbusse umsteigen, wodurch die Auslastung noch weiter zunehmen wird“, so Schönig. Gehandelt werden müsse hingegen schon jetzt, damit im Herbst die Infektionszahlen nicht wieder sprunghaft ansteigen. „Natürlich ist es mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden, die Schulzeiten anzupassen, aber das sind wir unseren Bürgerinnen und Bürgern aber auch den Kindern schuldig“, betonen Schönig und Flegel abschließend.


Mainz, 28. August 2020