Zentrenkonzept anpassen – Wohnraum schaffen

26.09.2019
Pressemitteilung der Fraktion

CDU will Wohnbebauung über Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels ermöglichen

Für den kommenden Stadtrat hat die CDU einen Antrag zur Anpassung des Zentrenkonzepts eingereicht. Durch die Anpassung des Zentrenkonzepts soll es zukünftig möglich sein, Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels aufzustocken. So können bereits bebaute Flächen besser genutzt und Wohnraum geschaffen werden. Damit hat die CDU einen weiteren Vorschlag zur Bekämpfung der Wohnungsnot im Mainz ins Spiel gebracht.

Die Lebensmitteleinzelhändler in Mainz denken intensiv darüber nach, über ihren bestehenden Filialen Wohnungen, Büros oder Kitas zu errichten. Die CDU findet diese Idee ausgezeichnet und fordert deswegen die Verwaltung in ihrem Antrag dazu auf, zu prüfen, an welchen Standorten solche Projekte zukünftig umgesetzt werden können. Außerdem sieht der Antrag vor, das Zentrenkonzept anzupassen, weil dieses eine solche Bebauung derzeit noch ausschließt. „Wir halten das Zentrenkonzept nach wie vor grundsätzlich für richtig und wollen es auch beibehalten. Allerdings sind wir der Meinung, dass das bestehende Konzept flexibel und besser als bisher an neue Entwicklungen angepasst werden muss“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig. Um dem Wohnraumangel in Mainz erfolgreich zu begegnen, erfordere es laut Schönig innovative Lösungen. Ladenflächen mit Wohnbebauung oder Büroräumen zu ergänzen, stelle eine solch innovative Lösung dar. „Bereits versiegelte Flächen können so optimal genutzt werden“, erläutert Schönig. Die Filialen lägen häufig an attraktiven Standorten und die großen Parkplätze könnten bei solchen Konzepten darüber hinaus intelligent genutzt werden.

Bereits im letzten Stadtrat haben die Christdemokraten mit der Forderung nach einem neuen Stadtteil einen Vorschlag gemacht, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Das Zentrenkonzept anzupassen und es den Lebensmitteleinzelhändlern zu ermöglichen, ihre Filialen aufzustocken ist ein weiterer Mosaikstein in dieser Sache. Einen dritten Ansatz, den die CDU schon lange verfolgt, ist das sinnvolle Aufstocken von bereits bestehenden Gebäuden, die sich aufgrund ihrer niedrigen Bebauung nicht in die Umgebung einfügen. So können in vielen Fällen kleine Gebäude vergrößert und an die angrenzenden Gebäude angepasst werden. Laut Schönig sei der Münsterplatz ein gutes Beispiel für solch eine Konstellation. Dort sei es möglich, Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig das Stadtbild zu verbessern. Allerdings sei darauf zu achten, dass die Bebauung nicht überdimensioniert werde. Abschließend hebt Schönig hervor, dass all diese Ideen in der Gesamtheit eine ganzheitliche Lösung für das Problem der steigen-den Mieten und des Wohnraummangels ergeben. „Wir haben genug Ideen. Nun ist die Stadt an der Reihe, sie endlich umzusetzen“, so Schönig.

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