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Pressemitteilungen der Stadtratsfraktion

4. IGS: Grüne erkennen Realität nicht an

Norbert SolbachDie CDU-Stadtratsfraktion kritisiert die aktuellen Äußerungen der Grünen zum Thema vierte integrierte Gesamtschule (IGS). „Die Aussagen von Herrn Heinisch zeigen einmal mehr, dass die Grünen in dieser Frage die Realität nicht erkennen und rein ideologisch handeln“, erklärt der schulpolitische Sprecher Norbert Solbach. Anscheinend hätten Herr Heinisch und seine Parteifreunde in der letzten Sitzung des Schulträgerausschusses nicht aufgepasst oder aber die Beschlussvorlage zum Thema “Schulentwicklungsplanung für die weiterführenden Schulen – Erhöhung der Zügigkeiten am Gymnasium Oberstadt und am Gutenberg-Gymnasium um jeweils 2 Züge“ nicht richtig gelesen. Darin heißt es auf Seite 2 wörtlich: „Bedingt durch den vom Land geforderten Notendurchschnitt, der in Mainz nicht erreicht wird, hätte derzeit eine Antragstellung für eine neue 4. IGS keine Aussicht auf Erfolg.“

Es sei unverständlich, wie man angesichts dieser klaren Aussage die tatsächlichen Realitäten in dieser Frage einfach ausblenden und an einer momentan unrealistischen Forderung festhalten könne. „Die Grünen zeigen damit einmal mehr, dass sie in Wirklichkeit die Einheitsschule wollen“, sagt Norbert Solbach.

CDU: Zahlen zur Verkehrsentwicklung in der Stadt im Verkehrsausschuss diskutieren

Thomas GersterDie CDU-Stadtratsfraktion fordert Verkehrsdezernentin Katrin Eder auf, die von ihr der Presse vorgelegten Zahlen zur Verkehrsentwicklung in der Stadt in den nächsten Verkehrsausschuss einzubringen und dort zu diskutieren. „Es muss etwa dargestellt werden, wie die Entwicklung zu den einzelnen Tageszeiten aussieht. Dem geplagten Bürger, der jeden Morgen im Berufsverkehr steht, nutzt es wenig, wenn er weiß, dass zu späteren Zeiten weniger Menschen mit dem Auto zum Einkaufen nach Mainz kommen“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher Thomas Gerster. Auch müssten diese Zahlen in den Kontext zur Bevölkerungsentwicklung gesetzt werden. So lasse sich zwar aus der Tatsache, dass sich der Individualverkehr um den gleichen Anteil reduzierte wie sich die ÖPNV-Zahlen erhöhten, herauslesen, dass ein Umdenken stattgefunden habe, doch werde dabei nicht berücksichtigt, dass die Einwohnerzahl seit der Jahrtausendwende um gut 10.000 Menschen gestiegen sei. „Es besteht  der Verdacht, dass der Rückgang im Individualverkehr auch auf eine Minderung der
Attraktivität von Mainz als Einkaufsstadt zurückzuführen ist“, so Gerster.
 
Die Aussage, es habe keine Maßnahmen gegeben, die den Individualverkehr unat-traktiv gemacht hätten, könne aus Sicht der CDU so nicht stehen bleiben. So müss-ten als Gegenbeispiele auf diesem Feld etwa die massive Reduzierung der Parkplätze im öffentlichen Raum, die Einführung von weiteren Anwohnerparkgebieten, die Verschärfung der Tempolimits im Stadtgebiet, die zunehmende Einführung von Vorrangschaltungen für den ÖPNV, der damit zusammenhängende Wegfall von grünen Wellen und nicht zuletzt auch die Erhöhung der Parkgebühren genannt werden. „Ich möchte nicht erleben, was passiert, wenn Frau Eder erst einmal richtig beginnt, den Individualverkehr zu behindern“, betont Gerster.
 
Die Einrichtung einer Straßenbahntrasse zwischen Alicebrücke und Münsterplatz ist nach Auffassung der CDU nur extrem schwer möglich. Die Bingerstraße zwischen Aliceplatz und Münsterplatz sei schließlich eine der Haupterschließungsstraßen der Innenstadt und der Hauptzugangsweg zu den Parkhäusern Schillerplatz (Proviantmagazin), Theater, Kronberger Hof, Bleiche und Römerpassage. „Wer auf die Idee kommt, den Verkehrsfluss auf dieser Achse einzuschränken, der offenbart, dass er ein sehr einseitiges und ideologisches verkehrspolitisches Verständnis hat“, sagt Thomas Gerster.

Bürgerhäuser und Rheingoldhalle: CDU fordert sachgerechte Diskussion und kein entweder oder

Hansgeorg SchönigDie CDU-Stadtratsfraktion fordert, dass die Stadt Mainz die 22,2 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm des Bundes für die Kommunen zielgerichtet für die Sanierungen bzw. Neubauten der Bürgerhäuser in Finthen, Hechtsheim, Lerchenberg und Weisenau   und der Rheingoldhalle einsetzt. „Wir wundern uns schon über die unterschiedlichen Stellungnahmen und Ideen aus der Verwaltung, wie man mit den zusätzlichen Bundesmitteln für Mainz umgehen will“, erklären der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig, der baupolitische Sprecher Dr. Gerd Eckhardt und der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Reichel

Für die CDU sei klar: der Stadtrat habe im Oktober 2013 auf Initiative der CDU einen Antrag beschlossen, der ein Konzept zur langfristigen Sicherung der Bürgerhäuser einfordert. Dieser Antrag sei im Rat mit einer breiten Mehrheit verabschiedet worden. Nun gelte es, diesen Antrag umzusetzen.
In zwei CDU-Anfragen erklärte die Verwaltung seither, dass an der Erstellung einer Konzeption gearbeitet werde. Bisher liege jedoch kein Plan vor. „Bis heute haben wir keine belastbaren Zahlen und Fakten. Auch fehlte es bis vor wenigen Wochen an Finanzierungsgrundlagen. Durch die Bundesmittel hat sich die Situation aber geändert, denn diese möchte der Stadtvorstand als Finanzierungsgrundlage vorsehen. Da aber auch andere Mittel in die Sanierung der Bürgerhäuser fließen können, z.B. auf dem Lerchenberg Mittel des Bundesprogramms Soziale Stadt, werden ordentlich Mittel frei bleiben“, so Hannsgeorg Schönig.

Damit könnten nach Auffassung der CDU nun die ebenso dringend erforderlichen Sanierungen und Umbauten der Rheingoldhalle finanziert werden. Hierzu sei aber ein schlüssiges Konzept einschließlich der Finanzierungsfragen notwendig.  Für die Christdemokraten sei es unstrittig, dass im Kongresswesen dieser Stadt und hier insbesondere im Flaggschiff Rheingoldhalle weitere Maßnahmen zur Angebots- und Attraktivitätssteigerung unverzichtbar sind. Die damit verbundenen Ausgaben würden auf der anderen Seite wieder deutlich höhere Einnahmen bei einer ganzen Reihe von Branchen einspielen, unter anderem im Einzelhandel, in der Gastronomie oder bei der Hotellerie.

„Als lebens- und liebenswerte Stadt am Rhein müssen wir auch unseren Gästen im Kon-gresswesen eine gute Infrastruktur bieten. Dies bringt uns Besucher, Einnahmen und Wirtschaftskraft“, sagen Hannsgeorg Schönig, Dr. Gerd Eckhardt und Wolfgang Reichel..